WattVolleys stellen Wildcard-Antrag zur Saison 2018/19

Hinter den WattVolleys liegen intensive Wochen, in denen das Projekt „Bundesliga-Volleyball im Norden“ unglaublich viel erreicht hat. Vor uns liegen noch intensivere Wochen, in denen es darum geht, die WattVolleys für die Saison 2018/19 aufzustellen. Im Klartext: Wir haben den angestrebten Etat bis zum Meldeschluss der Volleyball-Bundesliga (VBL) am 1. April nicht zusammen bekommen. „Das Interesse an dem Produkt WattVolleys bei möglichen Sponsoren ist groß, aber bei den aufgerufenen Summen wollte nicht jeder in unserem flotten Tempo mitsprinten“, lacht Oliver Wagner aus dem WattVolleys-Team, der sich federführend um die Sponsorenakquise kümmert. „Wir haben aber gute Kontakte aufgebaut und Partnerschaften für die Saison 2018/19 in Aussicht gestellt bekommen. Die gilt es in den kommenden Monaten auch vertraglich abzusichern.“

Denn auch in der nächsten Saison wird die VBL wieder Wildcards für die 1. Liga ausschreiben und bis dahin wollen die WattVolleys die gewonnene Zeit nutzen, um zum einen den Etat aufzustellen und zum anderen Details in der Konzeption und deren Umsetzung weiter voran zu bringen. Das Projekt „Bundesliga-Volleyball im Norden“ hatte zuvor von der VBL grünes Licht für einen Wildcard-Antrag zur kommenden Saison bekommen. Sowohl die geplante Spielstätte, die Messehalle Husum, als auch die grundlegenden Planungen und Konzepte der WattVolleys hatten die Liga überzeugt. Zudem ist es bereits gelungen, eine erste vorsichtige Marke zu kreieren.

„Auch, wenn wir gerne jetzt schon dabei gewesen wären, können wir der gewonnenen Vorbereitungszeit viel abgewinnen“, so Wagner. „Das Projekt hat sich in dieser Zeit dynamisch weiterentwickelt.“ Er sei überzeugt davon, dass die WattVolleys von der verlängerten Vorbereitungszeit profitieren könnten, so Wagner weiter. „Wir haben von Anfang an sehr klar und deutlich gesagt, dass wir ohne ein seriöses und gutes Fundament keinen Wildcard-Antrag stellen würden. Und jetzt ist klar, dass wir zur Saison 2018/19 dem Projekt einen noch besseren Start verschaffen können.“

Auch WattVolleys-Manager Oliver Camp freut sich auf die kommenden Monate und nennt wichtige Arbeitsschritte: „Die Unterstützung der Stadt ist von zentraler Bedeutung: sowohl für die Bereitstellung der Messehalle als Spielstätte, als auch für das tägliche Training. Die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Uwe Schmitz und dem Vorsteher des Amtes Nordsee-Treene, Ralf Heßmann, ist hervorragend.“ Im verlängerten Zeitfenster bis zum Start der Saison 2018/19, so Camp weiter, bleibe ausreichend Zeit, alle Details zu klären. „In diesem Prozess setzen wir auch auf die Unterstützung des Schleswig-Holsteinischen Volleyball-Verbands, des Landessport-Verbands und der Landesregierung. Viele Entscheider haben bereits verstanden: Der direkte Weg für Schleswig-Holstein in eine Bundesliga bedarf einer Gemeinschaftsanstrengung. Volleyball ist eben ein Teamsport.“

„Natürlich ist es schade für die Husumer, dass es in diesem Jahr nicht mit der Wildcard klappt. Aber es ist eine vernünftige Entscheidung“, sagt Klaus-Peter Jung, der Geschäftsführer der Volleyball Bundesliga. „Das Ziel der neuen Wildcard ist nicht, Hirngespinste an den Start zu bringen. Wir wollen gezielt Standorte für die Volleyball Bundesliga entwickeln, die über eine gesunde Basis verfügen und wirtschaftlich auf sicheren Beinen stehen.“ Das Engagement, das in den vergangenen Monaten in Husum gezeigt wurde, sei enorm gewesen. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, sagt Jung deshalb.

Die wichtigsten Strukturen für einen Profibetrieb in der VBL sind in den vergangenen Wochen geschaffen worden. Der lizenztragende Verein wurde gegründet, die Voraussetzungen zur Gründung einer Spielbetriebs-Gesellschaft geschaffen. Wagner: „Wir hatten intensive Unterstützung durch die VBL und andere Bundesligavereine. Ich möchte sowohl der Liga als auch ausdrücklich den United Volleys und dem GCDW Herrsching herzlichen Dank für die enge und freundschaftliche Begleitung sagen. Wir sind weiterhin voller Motivation und mit sehr viel Zielstrebigkeit bei der Sache. Und wir sind heute mehr denn je davon überzeugt, dass die WattVolleys nicht nur eine gute Idee sind, sondern für den Norden eine echte Bereicherung sein werden.“